| Für die jüngeren
Sportfreunde im Kinder und Jugendalter soll an dieser Stelle der folgende
kleine Beitrag als Ansporn und Motivation dienen um zu zeigen, wie man mit
Ausdauer und Beharrlichkeit erfolgreich werden kann. |
| Jemand der dabei
an erster Stelle steht - den man unweigerlich mit Begriffen wie: KANU -
ERFOLG - GOLD - WILLEN und KRAFT in Verbindung bringt, ist und bleibt Peter
Senst aus unserem Verein. Doch beginnen wir von vorn, am Anfang seiner sportlichen
Laufbahn. Oder sollten wir Karriere sagen? - denn die ist es im Laufe der
Jahre mit Sicherheit geworden. |
| Begonnen hat alles
mit seinen Freunden - ohne jeglichen Druck von außen und ohne jegliche
Werbung (wie Peter Senst mit Nachdruck versichert). |
| 1956 - als junger
Mann von 16 Jahren begann er aus eigenem Antrieb mit der "Paddelei"
(beim Sport-verein "Empor Eberswalde"). Wichtig waren hierbei
für ihn Spaß, Freizeitgestaltung und Freude aber auch sportlicher
Erfolg. Auch die Sehnsucht nach Bestätigung und die Suche nach Selbstfindung
waren damals vorhanden. Dreizehn Jahre lang übte Peter Senst den Kanusport
aus, mit unterschiedlichem Erfolg, wie z.B. einem 6. Platz im Einer 1961. |
| 1969 war jedoch
erst einmal Schluß mit dem Sport. Das Interesse war nicht mehr ganz
so groß und andere Dinge erschienen wichtiger. Es sollte ein Abschied
für längere Zeit werden. |
| 1987
mußte sich Peter Senst einer schweren Rückenoperation unterziehen.
Un-mittelbar danach stellte man den Patienten vor die Wahl, entweder Sport
zu treiben und die Muskulatur zu festigen, oder das Beste aus der ohnehin
schon schwierigen Situation zu machen. Auf Anraten des Arztes, begann er
sich wieder mit dem Thema Sport auseinander zu setzen. |
| Genau
das war der Moment, in dem Peter Senst den Kanusport für sich wieder-entdeckte.
Für ihn brach eine neue Zeit an. Stellte der Kanusport anfangs nur
das berühmte Mittel zum Zweck dar, um im Sinne der Gesundheit wieder
körper-liche Fitness zu erlangen, so wurde daraus schnell mehr. Es
dauerte ca. 3 Jahre bis sich sein Körper wieder an den doch sehr schweren
Sport gewöhnt hatte. |
| Was als
Ausweg aus der Krankheit dienen sollte, wurde 1988/89 Trainingsalltag, denn
der ehemalige Kanute hatte zu seiner (für ihn bis dato unbewußten)
Be-rufung zurückgefunden und trainierte erneut bei Empor Eberswalde.
1994 erfolg-te der Wechsel zum SV Stahl Finow e.V. |
| Fragt
man ihn, wer und vor allen Dingen wie er leistungsmäßig früher
war, ant-wortet er offenkundig und ohne langes Zögern "Ein Nichts"!
Weiterhin sagt er, wäre er weit entfernt von jeglichen Höchst-leistungen,
Spitzenzeiten oder Meisterschaften gewesen. Nach über 40 Jahren paddelt
er viel scheller als früher. |
| Die
Gründe für dieses Phänomen sieht er in der Änderung
seiner Einstellung zum Training und zum Sport. Seine Motivation ist die
Gesundheit und körper-liche Fitness. So läßt sich beispielsweise
ein Herzinfarkt verhindern. Er sieht sein Leben als "Aufgabe"
und diese versucht er bestmöglich zu meistern. Seine Gesundheit ist
für ihn die beste Bestätigung, daß er nichts falsch gemacht
hat. |
| Aber der Kanusport
und das damit verbundene Training bedeutet: Einsatz von Lebenszeit, Ertragen
von Schmerzen und Verzicht. Eine vollkommene Ausrich-tung des Lebens auf
den Sport ist für Peter Senst daher unabdingbar. Denn nur so kann man
große Erfolge erringen, wie z.B. den Sieg bei der "Deutschen
Meisterschaft" 1994. |
| Auf
die Frage, ob er immer noch aktiv an Wettkämpfen teilnimmt, antwortet
er: Wettkämpfe dienen der Motivation, bedeuten aber auch Leistungsdruck.
Nach so großen Erfolgen, wie die sieben Goldmedail-len bei den "Nike
World Master Games" 1998 in Portland USA, ist es schwer wieder neue
Ziele zu finden. Seiner Meinung nach ist Erfolg auch nicht planbar. Der
Sieg und das Ergebnis von Port-land kamen auch für ihn vollkommen überraschend. |
| Um seine
Höchstleistung beizubehalten, wäre tägliches Training notwendig,
in der Praxis ist dies jedoch schwierig. Vier bis fünf mal in der Woche
versucht der selbständige Unternehmer sich seinem Sport zu widmen,
und das mit großer Lei-denschaft! |